PCG

Plan Comptable Général – französischer Generalkontenplan

Der Plan Comptable Général ist das Regelwerk, das die Grundsätze der Finanzbuchhaltung in Frankreich festlegt und die Konten in nummerierte Klassen gliedert.

Der Plan Comptable Général (PCG) ist das französische Buchhaltungsregelwerk: Er legt die Regeln zur Bewertung, Verbuchung und Darstellung der Konten sowie das genormte Kontenverzeichnis (den „Kontenrahmen“, vergleichbar mit dem deutschen Standardkontenrahmen wie SKR03 oder SKR04) fest. Definiert wird er durch die Verordnung Nr. 2014-03 der Autorité des normes comptables (ANC), dem französischen Standardsetzer, die regelmäßig aktualisiert wird. Seine Einhaltung ist Voraussetzung für eine ordnungsmäßige und wahrheitsgetreue Buchführung.

Der Kontenrahmen ist in acht Klassen gegliedert, die durch die erste Ziffer der Kontonummer gekennzeichnet sind. Die Klassen 1 bis 5 sind die Bilanzkonten: 1 Kapital, 2 Anlagevermögen, 3 Vorräte und unfertige Erzeugnisse, 4 Personenkonten (Kunden, Lieferanten, Staat), 5 Finanzkonten. Die Klassen 6 und 7 sind die Erfolgskonten: 6 Aufwendungen, 7 Erträge, deren Saldo das Ergebnis bildet. Die Klasse 8 umfasst Sonderkonten (außerbilanzielle Verpflichtungen …).

Diese hierarchische Kodierung ermöglicht es allen Unternehmen, dieselbe buchhalterische Sprache zu sprechen: Ein Konto „411“ bezeichnet stets die Kunden, ein Konto „707“ Warenverkäufe. Sie bestimmt die Erstellung der Abschlussunterlagen (Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung) und den Inhalt des Fichier des Écritures Comptables.

Je nach Unternehmensgröße sieht der PCG drei Systeme zur Darstellung der Konten vor – das verkürzte, das Basis- und das erweiterte System – mit zunehmendem Detailgrad. In den Finanzen von eyeot ist jeder Buchungssatz einer Kontonummer des PCG zugeordnet, was die Saldenbilanz und den regulatorischen Export strukturiert.

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