Postenausgleich (Lettrage)

Der Postenausgleich (frz. lettrage) ist der buchhalterische Vorgang, bei dem zusammengehörige Buchungen – typischerweise eine Rechnung und ihre Zahlung – einander zugeordnet werden, um die Personenkonten auszugleichen.

Der Postenausgleich (französisch lettrage) ist ein Vorgang der Nebenbuchhaltung, bei dem sich ausgleichende Buchungen einander zugeordnet werden – innerhalb desselben Personenkontos, meist eine Kundenrechnung (im Soll) und die zugehörige Zahlung (im Haben) oder eine Lieferantenrechnung und ihre Auszahlung.

Konkret wird den sich ausgleichenden Buchungen ein und derselbe Buchstabe oder Code (A, B, AA …) zugewiesen. Stimmt die Summe der ausgeglichenen Sollbeträge mit der Summe der Habenbeträge überein, gelten die Zeilen als ausgeglichen und abgeglichen. Die nicht ausgeglichenen Buchungen stehen für offene Posten: unbezahlte Rechnungen, nicht zugeordnete Anzahlungen, noch zu regulierende Gutschriften.

Der Postenausgleich ist damit ein wesentliches Instrument zur Überwachung der Debitoren- und Kreditorenkonten: Er speist die Fälligkeitsliste (balance âgée), erhöht die Zuverlässigkeit der Mahnungen und erleichtert den Abgleich vor dem Abschluss. Der FEC enthält im Übrigen zwei eigene Spalten (Ausgleichscode und Ausgleichsdatum), was die regulatorische Bedeutung dieser Information belegt.

Man unterscheidet den manuellen Postenausgleich, bei dem die Sachbearbeitung die Zeilen einzeln zuordnet, vom automatischen Ausgleich, der die Buchungen nach Betrag, Belegnummer oder Referenz einander zuordnet. In der Buchhaltung von eyeot erfolgt der Postenausgleich auf den Personenkonten des Plan Comptable Général.

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