Eine PDP (Plateforme de Dématérialisation Partenaire, „Partner-Dematerialisierungsplattform“) ist eine private Plattform, die von der französischen Steuerverwaltung (DGFiP) registriert ist – im Rahmen der verpflichtenden Einführung der elektronischen Rechnung zwischen Unternehmen in Frankreich. Sie ist befugt, elektronische Rechnungen im Auftrag ihrer Kunden auszustellen, zu übermitteln und zu empfangen sowie die E-Reporting-Daten an die Verwaltung weiterzuleiten.
In der Architektur der Reform wendet sich das Unternehmen nicht mehr direkt an den Staat: Es nutzt eine PDP (oder einen an eine PDP angebundenen Dematerialisierungsdienstleister), die die Rechnungen in den zugelassenen Formaten – Factur-X, UBL oder CII – konvertiert, prüft und weiterleitet. Ein zentrales Verzeichnis, geführt vom öffentlichen Rechnungsportal (PPF), leitet jede Rechnung anhand der SIREN/SIRET des Kunden an die richtige Empfängerplattform.
Der Zeitplan sieht eine Pflicht zum Empfang elektronischer Rechnungen für alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen ab dem 1. September 2026 vor sowie eine nach Unternehmensgröße gestaffelte Pflicht zur Ausstellung (zunächst große Unternehmen und Unternehmen mittlerer Größe, dann KMU und Kleinstunternehmen). Die Wahl einer PDP wird damit zu einem Schlüsselschritt der Compliance.
Für ein KMU besteht die Herausforderung darin, sein Rechnungstool an eine PDP anzubinden, um Rechnungen im richtigen Format auszustellen und zu empfangen. In Deutschland stützt sich die elektronische Rechnung auf Formate wie XRechnung und ZUGFeRD. Die Rechnungsstellung von eyeot erzeugt strukturierte Factur-X-Rechnungen, die für die Weiterleitung über eine Partner-Dematerialisierungsplattform ausgelegt sind.