Die Bestellung (engl. purchase order) ist ein Geschäftsdokument, mit dem ein Käufer einen verbindlichen Auftrag formalisiert. Sie nennt die Artikel- oder Leistungsnummern, die Mengen, die vereinbarten Stückpreise sowie die Liefer- und Zahlungsbedingungen. Anders als ein Angebot, das lediglich ein widerrufliches Verkaufsangebot ist, begründet die Bestellung eine Verpflichtung, die beide Parteien bindet, sobald sie angenommen ist.
Der Begriff lässt sich aus zwei Blickwinkeln betrachten. Im Einkaufsprozess (Beschaffung) gibt das Unternehmen nach Auswahl eines Angebots eine Bestellung an seinen Lieferanten aus. Im Verkaufsprozess entspricht die „Kundenbestellung“ dem vom Kunden erteilten Auftrag – häufig durch Annahme eines Angebots – und stößt Kommissionierung, Lieferung und schließlich Rechnungsstellung an.
In einer Geschäftsprozesskette ist die Bestellung ein zentrales Glied des Belegflusses: Angebot → Bestellung → Lieferschein → Rechnung. Sie dient als Referenz für den Abgleich „Bestellung / Wareneingang / Rechnung“, der den Einkauf absichert, und ist ein buchhalterischer Beleg. Die anwendbare Mehrwertsteuer, Rabatte und etwaige Anzahlungen sind darauf in der Regel ausgewiesen.
In eyeot ermöglicht die Vertriebssteuerung, ein angenommenes Angebot in eine Bestellung umzuwandeln, deren Informationen anschließend ohne erneute Erfassung in Rechnungsstellung und Lagerverwaltung übernommen werden.