Die Inventur ist der Vorgang, bei dem die im Lager vorhandenen Artikel körperlich gezählt und anschließend bewertet werden, um ihren bilanziellen Wert zu bestimmen. Sie ermöglicht den Vergleich des theoretischen Bestands (des im System erfassten) mit dem tatsächlichen Bestand im Lager und das Feststellen etwaiger Inventurdifferenzen (Diebstahl, Bruch, Erfassungsfehler, Schwund).
In Frankreich ist die jährliche Inventur eine gesetzliche Pflicht: Artikel L.123-12 des Code de commerce verlangt, mindestens einmal in zwölf Monaten das Vorhandensein und den Wert der Vermögensgegenstände zu prüfen (in Deutschland besteht eine vergleichbare Pflicht nach § 240 HGB). Mehrere Methoden bestehen nebeneinander: die Stichtagsinventur (eine große Zählung zum Geschäftsjahresende), die fortlaufende Inventur (laufende Aktualisierung bei jeder Bewegung) und die rollierende Inventur (Zählung von Artikelteilmengen im Wechsel über das ganze Jahr).
Die Bewertung stützt sich auf normierte Verfahren, meist den gewogenen Durchschnittspreis (Durchschnittsmethode) oder das First In, First Out (FIFO). Um die Zählungen zu priorisieren, setzen viele Organisationen auf die ABC-Methode, die den Aufwand auf die wertintensivsten Artikel konzentriert, sowie auf Rotationsregeln wie FEFO für Produkte mit Verfallsdatum.
Das Modul Stock von eyeot führt die Bestandsbewegungen und -niveaus und bildet damit die Grundlage für den Abgleich bei Inventurkampagnen.